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February 22, 2009

Winterfire Festival 2009

18:13
Gestern, am 21.02.09, fand in Gießen in der Hessenhalle das Winterfire Festival statt.

Die Karte kostete 31 Euro, es spielten 9 Bands von 14 bis 01 Uhr, da dachten sich Mathias und ich doch, das lassen wir uns nicht entgehen. Also waren wir gegen 14 Uhr dort und warteten noch auf ein paar Freunde von Mathias. Anfangs liefen wir ein wenig durch die Halle und den Metalmarkt. Ich persönlich habe nach ein paar Pullis für mich geschaut, aber es gab fast nur T-Shirts (jaja, WSV ist schon rum ;) ). Danach standen wir mit den anderen immer mal am Rand der Konzerthalle (Konzertbereich und Foyer gingen fließend ineinander über) und lauschten den Bands, während wir uns ein bisschen unterhielten.

Als gegen Mittag dann Endstille spielte, sind wir dann mal rein in die Masse um uns jene Band anzusehen. Ganz nett zum aufwärmen, aber ist halt nur Black Metal (gell, Mathias? ^^). Es folgten später Chrome Division, so rock artiger Metal, die waren schon ganz nett. Die Highlights fingen allerdings am Abend mit Ensiferum an. Die finnische Vikingmetal Band brachte schon sehr rockige, nette Sounds heraus die man nicht missen möchte. Danach folgten Unleashed, swedischer Deathmetal der ebenfalls sehr gut ins Ohr ging und spaß machte.

Während Unleashed spielten, bekamen wir gesellschaft von einem rotzbesoffenen Metalhead, der die linke Hand in den Nierenbereich haltend zu uns gewankt kam, sich dann mit der anderen Hand an einer Strebe des Pfeilers neben uns festhielt und den Rest vom Körper weggelehnt in einer komisch verrenkten Pose nur mit dem Arm noch vom Boden abhielt. Gelegentlich schaffte er es, sich vom Pfeiler zu lösen und für ein paar Sekunden in seiner geknickt Hand-in-der-Niere-haltenden Stellung stehen zu bleiben und ein paar komische Worte in Richtung Bühne zu lallen, bis er wieder völlig im Delirium am Pfeiler taumelte. Irgendwann verließ auch dieser Gefährte uns wieder.

Nachdem wir also die letzten beiden Bands sozusagen von der Seite der Meute aus betrachteten, begaben wir uns für die letzte Band und den Headliner des Abends mitten ins Getümmel: Dark Tranquillity. Wieder einmal schwedischer Herkunft, überranten uns die Melodic Death Metal Klänge von DT völlig. Eine sehr geile Show, mit sehr geilen Songs, sowohl schnell und mit ordentlich Power, als auch langsamere Balladen. DT waren definitiv die besten Performer des Abends. Sie spielten von etwa 23:20 bis 01:00.

Nachdem ich nun fast ein Jahr auf keinem Konzert/Festival mehr war (das letzte Mal einige Zeit vor der Bundeswehr), war es mehr als überfällig mal wieder eines zu besuchen und es war definitiv gut. Auch wenn ich jetzt wieder einen leichten Tinnitus habe (der sich, wie eigentlich immer, in 1-2 Tagen verabschieden wird), war es das Festival definitiv wert. Es gibt nichts besseres, als mitten in der Masse zu stehen, den fetzigen Riffs der Bands zu lauschen und um sich herum nur ein Meer von fliegenden Mähnen zu sehen. Unschlagbar.

20:25

Update:
Mathias hat sein Review des Festivals nun auch geschrieben, wer es lesen möchte, kann dies bei Metal Aschaffenburg tun.

March 28, 2008

Neaera - Nachtleben FFM

02:20
Heute Abend ging's mit Nick, Dirk, Mathias (nicht Flownie und auch nicht Herr Strack ;)) und mir nach Frankfurt ins Nachtleben. Dort spielte die Melodic Death Metal / Metalcore Band Neaera. Die Band ist nun sicherlich kein Megareißer, aber für eine donnerstagabendliche Beschäftigung im Wert von 12€ doch durchaus akzeptabel. Die Musik ist gut, die Stimmung war klasse, der Frontmann war voll dabei. Gespielt wurden wohl diverse Songs aus allen drei Alben (hey, immerhin gibt's die Band erst seit 2004). Als Zusatz gab es noch zwei Vorbands, deren Namen ich allerdings vergessen habe.

Alles in Allem also ein netter Abend.

July 27, 2007

Emilie Autumn - Pics & Videos

23:50
Aus den Tiefen des Internets konnte ich mittlerweile auch ein paar Links zu Bildern und Videos des Auftrittes in Frankfurt zusammentragen.

Ein Mal hätten wir da ein Video, so gegen Ende des Auftrittes. Ein Geigensolo. Danach war die Show auch schon recht bald zu Ende.

Und dann habe ich noch eine Bildergalerie aufstöbern können, welche hier zu finden ist.
Viel Spaß.

July 26, 2007

Emilie Autumn - Nachtleben

16:57
Am Dienstag trat im Nachtleben in Frankfurt (direkt vor der Konstabler Wache) Emilie Autumn auf - und Isabel wollte dort natürlich unbedingt hin ;).
Nachdem ich mich dann rumkriegen lassen habe (Satzstellung?), sind wir also hin gefahren. Die Karten, die sie am Freitag noch bestellt hatte kamen natürlich nicht rechtzeitig an. Also noch schnell welche bei der Abendkasse zurücklegen gelassen.

Dort angekommen hat sich Isa erstmal am Merchandise Stand bedient und dann haben wir auf den Auftritt gewartet. 10-15 Minuten zu spät trat dann die Vor"band" (eine Sängerin, später noch eine Violinistin) auf. Na ja. War jetzt nicht so prickelnd, ging so. Hatte ein bisschen was von Nightwish mit Samsas Traum oder so.

Noch mal mit 10 Minuten Verspätung (22:10) trat dann Emilie Autumn auf. Eine Band gab es in dem Sinne keine, sie ist ja eigentlich auch Solokünstlerin (komponiert die Stücke auch selbst), auf der Bühne wäre auch etwas wenig Platz gewesen für eine Band + ihre 3 "Bloody Crumpets", welche einerseits den Gesang unterstützten und andererseits zum "Theater" gehörten. Im Konzertkeller vom Nachtleben ist nun mal nicht allzu viel Platz. Es waren vielleicht 100-200 Leute dort und damit war es fast voll.

Die Musik war natürlich hervorragend. Eröffnet wurde das Konzert mit dem Song "Opheliac" - eine Wortkreation von Emilie Autumn, welche sich an den Charakter "Ophelia" aus Shakespeares "Hamlet" anlehnt, gemischt mit ein wenig "maniac" (Verrückter). Mein Lieblingslied von EA.
Wie gesagt, Musik weitgehend vom Band, außer die Violine, die spielte sie natürlich selbst. Gleiches gilt für das Keyboard. Das Keyboard spielte sie entweder selbst, oder eine von ihren 3 Bloody Crumpets. Diese sind sozusagen die Bühnenbegleitung. Das Konzert war nicht nur ein einfaches Rumgestehe und -gesinge, sondern zu jedem Stück gab es die zum Lied passende "Geschichte" als Bühnenperformance präsentiert.
Amüsant war auch ihre "unfortunately very unprofessional" Bitte, dass wir doch alle bitte mitsingen sollen, denn "due to the architecture of this - otherwise very lovely - building, I can't hear a single word of what I am singing or where I am" (wegen der Architektur des - ansonsten sehr reizenden - Gebäudes versteht sie kein Wort von dem was sie Singt, oder wo sie gerade ist). Ein heiteres Lachen ging durch die Menge.

So gegen halb Zwölf verabschiedeten sie sich dann auch von der Bühne. Natürlich wollte das keiner auf sich sitzen lassen, so gab's den Ruf nach "Zugabe". Diese wurde uns auch gegeben und danach noch eine kleine Verlosung. Es gab ein T-Shirt und James (Isa, hieß er James? Ich weiß es nicht mehr genau), die Gummi-Ratte zu gewinnen. Wir beide leider nicht ;).
Um viertel vor Zwölf war's dann ganz aus und wir begaben uns auf den Heimweg. Von dem Rumgestehe tat mir wieder der Rücken weh wie Sau, seid froh dass ihr nicht fast 2m groß seid.

Ein hervorragendes Konzert, mit genialer Musik und guter Show im gemütlich-kleinen Rahmen. Gerne wieder.

17:01

Nachtrag:
Und für 12 Euro ein doch recht günstiges Event. Verglichen mit den 42 Euro für Tool Ende August in der Jahrhunderthalle...

Danke noch mal an Isa für die Karten am Dienstag (sollte es nicht eigentlich anders herum sein? ;))

December 4, 2006

04.12.06 Centralstation: pornophonique

23:43
Heute Abend sind Isabel und ich nach Darmstadt in die Centralstation gefahren um den Klängen von pornophonique zu lauschen (nein, hat nix mit Porno zu tun).

Die beiden Jungs von pornophonique machen Musik mit der Gitarre und dem Gameboy - aber richtig gut. Gesungen wird natürlich auch und der live Auftritt war echt klasse. Eine lockere, entspannte Atmosphäre oben in der kleinen Lounge (die aber voll war!) der Centralstation. Es gab (für uns) allerhand neue Songs zu hören, da es auf der Seite ja nur zwei zum runterladen gibt. Waren echt geil die Songs, z.B. Covers von Britney Spears - Baby One More Time, Slayer - South Of Heaven (der war richtig geil!) und AC/DC - Hell's Bells.

Natürlich gibt es auch genügend Eigenkreationen und auch kleinere Patzer wie z.B. reißende Gitarrensaiten (Ein Kerl: "Felix, ich will ein Kind von dir! - Die Saite reißt - "Felix, ich will doch kein Kind von dir!) gehören zum Liveauftritt.

Das Konzert hätte 3 Euro gekostet. Die beiden verkündeten dann aber, dass das eigentlich die überraschungs Releaseparty der neuen CD sein sollte - aber leider haben die zwei es verpeilt, die Songs fertig zu stellen. Von daher war der Eintritt frei :)

Nachdem dann eine gute Stunde den 8-Bit + Gitarre Klängen gelauscht wurde, ging's auch schon wieder Heim. Und da ich morgen erst um 9.35 Schule hab, war es auch vertretbar unter der Woche dort hin zu gehen.

Fazit: Beim nächsten Konzert in der Nähe bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei :)

September 27, 2005

Subway To Sally Konzert

13:38
Am Sonntag Abend fand um 21 Uhr in der Centralstation in Darmstadt das Subway To Sally Konzert statt.

Eröffnet wurde der Abend mit Coppelius einer Vorband, wie ich sie so gut noch nirgends anders gesehen habe. Die Jungs sind im 1800er Stil gekleidet, haben einen Butler mit auf der Bühne und spielen teilweise klassische, alte Stücke umkomponiert zu fetzigen Rockteilen. Mit von der Partie sind Kontrabaß, Chello, 2 Klarinetten und ein Schlagzeug. Die Show grenzt fast schon an Theater, wirklich spitze inszenierung!

Nach rund 40 Minuten räumten Coppelius dann die Bühne für die eigentlichen Stars, Subway To Sally.
Es sollte das neue Album, Nord Nord Ost, vorgestellt werden, es wurde allerdings auch ein netter Anteil an älteren Liedern gespielt. Auch Subway haben natürlich definitiv die Bühne gerockt, keine Frage.

Nach 2 Stunden waren Subway offiziell fertig, das penetrante Publikum forderte aber insgesamt 3 Zugaben. Herrlicher Abend :).

August 10, 2005

Wacken Open Air 2005

19:00
So, hier also der Bericht über das W:O:A 2005.

Am Dienstag in der Früh, fuhr ich samt Gepäck zu Michael und holte ihn ab. Nachdem wir uns dort von seiner Mutter verabschiedeten fuhren wir rüber auf den Parkplatz des Dreieichgymnasiums, wo wir Mathias trafen. Nach einer kurzen Begrüßung ging es die Südliche Ringstraße hoch, noch nen Kasten Oettinger für Michael kaufen und dann ab nach Neu-Isenburg. Dort holten wir Robin ab, der erst bei Mathias mitfuhr und uns zu Fabian lotste. Fabian packte seine (vielen^ Sachen dann in Mathias Auto. Von dort aus ging es dann ein etwas größeres Stück zu einem Vorort von Frankfurt gefahren. Dort trafen wir auf Laura - Fabians Freundin -, Michelle und Jonas, Svenja und Gerd, der Fahrer vom dritten Auto.

Da war das gesamte Pack zusammen, jetzt stellte sich nur raus, dass wir leichte Gepäckprobleme hatten ^^. So wurde noch ein bisschen von Gerds Auto in meines geräumt, ein wenig in Mathias Auto und dann ging das schon.
Letztlich war die Anordnung wie folgt:

  1. Gerds Auto
    • Svenja
    • Laura
    • Michelle
  2. Mathias Auto
    • Fabian
    • Jonas
  3. Mein Auto
    • Michael
    • Robin


Zumindest glaube ich, dass es so in etwa war *g*.

Nun denn, da ging die Reise los. Die Mädels haben navigiert und uns erstmal ne dreiviertel Stunde über Landstraßen gescheucht, anstatt direkt auf die A5 zu fahren. Na, was solls. Dann sind wir halt die A5 gefahren, später die A7, die weiterführende Straße dann quer durch Hamburg durch, Elbtunnel und dann die A23 richtung Itzehoe.
Da kam der Punkt. Die Mädels haben immernoch (bzw. wieder) navigiert und uns irgendwo in die Pampa gelotst. Wir blieben zwei Mal stehen um zu besprechen, und beim zweiten Mal war es dann endlich klar, wo wir hinmussten. Also gingen 2 Stunden fürs Verfahren drauf.

Wir fahren also richtung Wacken und kommen auch an - urplötzlich! Kein Ortschild, nichts, man ist nur auf einmal in einem Dorf und links und rechts an beiden Straßenseiten ist es überfüllt mit Metallern. Alles voll. Da war uns klar:
"JETZT sind wir in Wacken!"
Das Ortschild haben wir nicht gesehen, weil es keins gab. Das Schild ist ein so beliebtes Souvenier der Metalheads, dass es eigentlich jedes Jahr geklaut wird. Deshalb hat man es lieber gleich von vorne herein abmontiert.

Gut, wir sind also nach 9 Stunden Fahrt in Wacken und fahren die Wackener Hauptstraße entlang... Schön, alles voller Metaller, aber... Wohin? Man hat einige Absperrungen und so gesehen, aber nichts, was nach Festival aussah. Also, wieder kurz angehalten und gefragt. Wir wurden ein paar hundert Meter weiter nach vorne verwiesen und - ah, tatsächlich, da war ein kleiner "Eingang", wo man mit dem Auto durchfahren konnte. Eine kleines Häuschen und ein paar mit gelben Westen bekleidete Angestellte lotsten die Autos durch.

Man durchlief dort mehrere Station. Zuerst den Eingang, den man erstmal finden muss. Dann fährt man eine schlecht befestigte, schmale Straße entlang und kommt an die Karten-Kontroll-Station. Michael und ich hatten ja noch keine Karten (eine Woche vorher sind wir zum Ticketshop, Vorverkauf läuft aber 2 Wochen vorher aus), zum Glück konnten wir dort bei dem netten Herrn eine kaufen. Allerdings anstatt 80 Euro, 100 Euro. Ugh. Nundenn, dort noch ein "Parkmärkchen" bekommen - 25 Euro Kfz Parkgebühr. Dann 100meter weitergefahren, gab man das Schnipselchen zum Parken wieder ab, bekam eine Plastikmülltüte und einen dicken fetten "Wacken Open Air Campground" aufkleber auf die Frontscheibe. Man fuhr weiter, zur ersten Kreuzung und wurde von einem Steward in eine Abzweigung gelotst. Man fuhr nun auf einem noch kleinerem Weg, wo einem auch ständig irgendwelche langhaarigen, schwarz gekleideten Menschen entgegenkamen (was hatten die da bloß zu suchen...?) und kam schließlich an noch eine kleine Kreuzung, die allerdings nichtmehr wie eine Allee von Bäumen umgeben war, sondern jetzt im offenen Feld. Man wurde wieder von einem Steward geradeaus weiter gelotst und man kam an den ersten "Campern" vorbei. Man konnte schon in etwa erkennen, dass die ganzen Hektar an Campingplätzen so in ein viereckiges Raster eingeteilt waren. Nun, wir fuhren also an den Campenden vorbei, bis wieder ein Steward vor uns stand. Der lotste uns dann in die Campingfläche rein. Man fuhr an den Reihen Autos und Zelten vorbei, bis man wieder vor einem Steward stand, der einen dann immer an die nächste freie Stelle auf der Campingzone eingelotst hat.

Da waren wir nun. Wacken. Campingplatz. Das Auto steht, der Motor ist aus. Innerhalb der nächsten 10 Minuten wird die Reihe hinter uns gefüllt sein, mit weiteren Autos. Weitere 30-60 Minuten später würden zwischen all den Autos viele, viele Zelte stehen und dann gibt es kein Rauskommen mehr, aus dem Campingplatz.

So war es dann auch. Wir stiegen alle aus den Autos, sichtlich ermüdet durch die lange und für die Fahrer anstrengende Autofahrt, aber dennoch befreit. Man stand mal wieder, man war am Ziel angekommen, die Luft war frisch, das Wetter schön und es standen 5 geniale Tage bevor.

Wir holten also die Zelte und Fabians Pavillon aus den Autos und begannen das Aufbauen. Es sprießten wirklich aus allen Ecken Zelte. Innerhalb kürzester Zeit war alles voll und man musste wirklich durch ein Labyrinth von Zelten laufen. Die Autos kämen bis Sonntag hier nichtmehr raus.
Die Sonne stand am Himmel, nur wenige, hübsche Wolken waren zu sehen und wir waren alle sehr entspannt. Die Zelte aufgebaut und Michael und ich waren die einzigen, die einen Campingstuhl dabei hatten. Die anderen saßen auf dem Boden, oder ihren Isomatten. Der Overkill war dann ja, als ich zusätzlich noch meinen Campingtisch zwischen Michael und mich stellte. Aber dieser Tisch erwies sich später noch als... sehr nützlich ^^.

Gerd und Fabian holten ihren Met und der Rest sein Bier und es wurde erstmal angestoßen. Herrlich, alles war fertig und bereit :). Es war ein wirklich tolles Gefühl und eine angenehme Atmosphäre.
Später sind wir dann mal über den Campingplatz und auch über das Festivalgelände. Aber auf dem Festivalgelände war ja noch nichts los. Die Stände wurden aufgebaut, es hatte aber noch nichts offen.

So sauften wir an unserer Campingstelle also ordentlich weiter, bis wir irgendwann in der Nacht dann schlafen gingen. Ich glaube, wir sind garnicht mal so spät ins Bett, irgendwann zwischen 1 und 2 Uhr morgens.
Für mich stellte sich leider heraus, dass zwei Ventil-Stöpsl an meiner Luftmatratze fehlten, sodass nur der untere Teil, rund 1/3 der Luftmatratze aufgepustet werden konnten. Ich legte mir also alle meine Kleidungsstücke unter die Luftmatratze, in der Hoffnung, dass es weich ist. Es war, naja, aktzeptabel weich, allerdings isoliert Wäsche null. Mir wurde recht schnell sehr kalt, also drehte ich mich um, sodass ich mit dem Oberkörper auf dem aufgeblasenen Stück lag. Danach wurde mir nichtmehr so kalt, allerdings war es seeeehr unangenehm, da ja mitten in der Wirbelsäule die Matratze aufhörte und sie dort einen rund 10-15cm Knick nach unten machte. So war ich am nächsten morgen leicht verspannt, allerdings konnte ich halbwegs schlafen. Es war leider recht laut (bis spät in die Nacht, und dann wieder morgens um 7 oder so).

Am nächsten Tag, der Mittwoch, sind wir dann irgendwann um 10 oder 11 los in die Stadt, noch ein bisschen einkaufen. Ich habe Zewa, ne Cola und Ohrenstöpsel gekauft. Wieder auf dem Platz, gingen wir dann auf das Festivalgelände und lösten die Karten gegen W:O:A Eintrittsbändchen ein.
Ein Blick rund um den Campingplatz zeigte, dass bereits einige Neue angereist waren und ständig mehr dazu kamen, die Plätze füllten sich nämlich immer weiter.

Nun, man machte auch mal Bekanntschaft mit den Dixi Klos. Anfangs noch einigermaßen in Ordnung (auch wenn man das Geschäft des vorigen schön auf einem Berg von noch vielen weiteren Geschäften trohnen sieht). Im Laufe der Zeit wurden diese allerdings immer versiffter, stinkiger und dreckiger. Also stieg man irgendwann auf die Bezahl-Klos um. Die Kosten 50 cent Pro besuch, haben eine richtige Porzellan Schüssel und werden wohl ofter gereinigt.
Na ja, es war etwas besser, der Gestank war nicht so krass, weil ja ein richtiges Klo da war, aber es war immernoch eklig.
Für das "kleine Geschäft" entschied man(n) sich dann doch lieber für den nächsten Busch ;).

Am Mittwoch gingen dann ein Paar aus der Gruppe ins Wackener Schwimmbad (Besuch kostenlos bei der W:O:A Karte inbegriffen). Für den Rest nicht ganz verständlich; denn das Wetter hatte sich bereits merklich verschlechtert. So richtiges Badewetter war es nicht.

Ganz im Gegenteil, gegen späten Nachmittag fing es sogar richtig an zu pissen.
Egal, Michael Mathias und ich wollten auf keinen Fall einen der ersten Auftritte verpassen: Die Wacken Firefighters. Das ist die Blasmusikkapelle der Wackener Feuerwehr.
Es war lustig, die ganzen Metalheads haben zu den Volksliedern ordentlich geheadbangt. Die Kapelle war zwar teilweise leicht unsicher, hatte aber dennoch ihren Spaß. Vor allem wenn so 70 Jährige, ältere Herren dann plötzlich aus der Kapelle aufstehen, eine Faust machen und Kleinen- als auch Zeigefinger ausstrecken (eben der typische Metalgruß). War schon lustig :D

Irgendwann wurde die Musik aber sehr Monoton, alles hörte sich gleich an (zumindest empfand ich so) und wir gingen wieder zurück zum Platz. Es regnete ja auch wie aus Eimern.
So verbrachten wir dann noch den Abend mit den Anderen.
Dieses Mal entschied ich mich allerdings dagegen, nochmals im Zelt zu schlafen. Gerd schlief bereits die Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Auto, also dachte ich, dann probiere ich das auch aus. Ich ging schon recht früh ins Bett, so gegen 23 Uhr und legte mich auf den Beifahrersitzt, den ich glücklicherweise fast waagrecht zurücklehnen konnte. Der Schlaf war recht angenehm, besser als im Zelt, auf der komischen Matratze. Vor allem wurde man dank Ohropax nichtmehr von der umgebenden Musik aufgeweckt.

Lustig war Michaels Geschichte: Er ging noch nicht ins Bett, sondern ist losgezogen und wollte sich noch weiter umschauen. Er war allerdings erkältet und hatte schon was getrunken, sodass er doch recht gut angetrunken oder besoffen war, ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall lief er über das gesamte Campingelände, redete auf englisch mit ein paar Schweden über Black Metal und stürzte in einen kleinen Bach. Die Schuhe waren nass.
Dann wollte er zurück zu unserem Platz, fand ihn aber nicht, sodass er ganze 2 Stunden umherwanderte und nicht wusste wohin. Bis er eine andere Gruppe fragte, wo denn der Campingplatz D sei und er die Richtung gewiesen bekam. Irgendwann lag er also in seinem Zelt und schlief. Allerdings war sein erkälteter Körper immernoch nicht so ganz zufrieden mit dem ganzen Alk, sodass er am nächsten Morgen in seiner Kotze badent aufwachte ^^. Ich hab mich so schief gelacht, wie er mir das am nächsten Morgen erzählte ^^. Na ja, hätte auch schlimmer ausgehen können; er hätte ja dran ersticken können. Nun ja, es ist alles gut gelaufen.

Am Donnerstag ging es dann richtig los. Die richtigen Metalbands fingen morgens um 10 an zu Spielen und Abends um 2 oder 3 hörte es auf. Ich bin erst mit Michael und dann mit Michael noch auf den "Metalmarkt" gegangen, wo es jede Menge Merchandise von den ganzen Bands zu kaufen gab. Insgesamt habe ich mir rund 15 von diesen Buttons zum Anstecken an Rücksäcke, Jacken oder sonstwas, ein Patch zum Aufnehen und zwei T-Shirts gekauft (ein In Flames shirt und ein Wacken Shirt). Ah, und nicht zu vergessen: Ein Trinkhorn ^^. Leider nicht aus echtem Elfenbein, sonst hätte ich wohl ein paar hundert Euro dafür bezahlt ;).

Da ich jetzt garnicht mehr genau weiß, welche Band an welchem Tag spielte, liste ich hier einfach mal alle auf, die ich gesehen habe:

  • Hatesphere (sehr gut)
  • Apocalyptica (sehr geil!)
  • Hammerfall (na ja...)
  • Eisregen (ziemlich gut)
  • Machine Head (hervorragend)
  • 20 Minuten von Nightwish (schlecht)
  • 50% von Finntroll und Marduk (standen genau zwischen dem Beschallungsbereich beider Bühnen^^)



Meine Top 3 war:
  • Apocalyptica
  • Machine Head
  • Hatesphere
.

Waren auf jeden Fall echt geile Konzerte - hat extrem gerockt.

Nun ja, der Donnerstag ging auch zu Ende, einige Leute feuerten Silvesterraketen ab, die Stimmung war gut, nur das Wetter der letzte Scheiss. Matsch und Schlamm ohne Ende, ständig regen.

Freitag und Samstag verliefen eigentlich genauso wie der Donnerstag, nur dass sich so am Samstag wirklich schon das leichte Bedürfnis, wieder nach Hause zu kommen, breit gemacht hat. Ein solch "katastrophales" Wetter nimmt einen doch schon ganz schön mit ;).

Am Sonntag morgen - der Tag der Heimreise - konnte ich nicht lange schlafen, die Heimreise hat mich zu sehr beschäftigt ^^. Also bin ich so gegen 9 Uhr aufgestanden, obwohl ich "erst" zwischen 0.00-1.00 Uhr im Bett war (sonst meistens zwischen 23-24 Uhr im Bett, und um 10-11 aufgestanden). Das war mir eigentlich garnicht recht, weil ich für die Rückfahrt ausgeschlafen sein wollte, aber okay, es war nunmal so.
Ein netter Trick war übrigens, nachts einfach mal den Motor anzuschalten und die Heizung das Auto aufwärmen zu lassen. So war es oft schön mollig warm in der Kiste ;).

Am Samstag machte ich bereits die gröbsten vorbereitungen, habe meine Tasche gepackt und soweit zusammengeräumt, was ging, sodass ich am Sonntag nichtmehr so viel machen musste. Das war auch gut, denn auch am Sonntag regnete es.
Meinerseits musste also nur noch das Zelt abgebaut werden, mein Tisch musste ich von den Unmengen Flaschen, Gaskocher, leerer Verpackungen, Dosenfutter, Feuerzeugen, usw befreien. Leider wurde auch ein gutes Stück des Essen immer auf meinen Tisch getropft, sodass ich den erstmal sauber wischen konnte. Da war eine richtig, richtige dicke, fette Schicht Öl und Fett drauf. Lecker.
Joa, auch rund um uns herum lüfteten sich die Reihen. Immer mehr Zelte verschwanden, ein paar Zelte die beschädigt wurden und nichtmehr den Weg nach Hause fanden, wurden abgefackelt. Das gab immer nette Rauchsäulen ;).
Einige fuhren schon ganz früh nach Hause, das war gut, denn wirklich der gesamte Campingplatz, ich meine wirklich diese ganzen Hektar Land, waren komplett von oben bis unten voll mit Müll. Da möchte eigentlich niemand mit seinem Auto durchfahren.
Na ja, die "Frühfahrer" haben also schon so Manche schneise gebildert, und etwas Müll zur Seite geschafft oder mitgeschleift ;).

Gerd lief bereits eine Strecke ab, wie man am Besten mit dem Auto von der Campingfläche auf einen der ultra dick vermatschten Wege kam. Das schafften wir auch einwandfrei.

Richtig lustig wurde dann die Fahrt auf den umgegrabenen, total rutschig, matschigen Wegen. Das hat sowas von extrem Spaß gemacht, da drauf Auto zu fahren... Das war richtig cool. So richtig Rallye like... Man driftet in alle möglichen Richtungen ab, die Räder drehen durch, der Schlamm spritzt in alle Himmelsrichtungen davon - ach, es hat sehr Spaß gemacht. Schade, dass das nur ein paar hundert Meter waren ;) (wenn überhaupt).

Irgendwann war auch das geschafft, und wir waren wieder auf den halbwegs befestigten Straßen. Michael ließ bei offenem Fenster laut "Neger Bums Mich" von B-Tight laufen - also eine völlige Kehrtwende in der Musikrichtung, die dort eigentlich gespielt wird ;). Na ja, scheint niemand so richtig wahrgenommen zu haben.
Mathias hingegen hatte einen Schuh auf dem Autodach. Er wurde 7 mal darauf angesprochen, dass er da einen Schuh habe. Schließlich, wie es dann aus dem gesamten W:O:A Gelände rausging und die Polizei die Richtung anzeigte, kam ein Polizist zu ihm, meinte "Na, so geht das aber nicht" und hat ihm den Schuh durchs Fenster reingeschmissen ^^.
Michael lehnte sich bei mir aus dem Fenster, rief "Bitte lächeln" und machte noch ein Foto des Polizisten, der auch den Metalgruß machte, und noch zurückrief: "Exklusiv... Aber nicht ins Internet!" ;).

Dann ging es nach etwas Landstraße wieder auf die A23. Und dort ging es los. Erst stockender Verkehr, für rund 1 Stunde und dann Stillstand-Stau für nochmal 20-30 Minuten. Danach wieder stockender Verkehr. Zwischendurch lief es mal wieder flüssig, dann wieder Stop & Go und immer so weiter. Es war zum Kotzen. Irgendwo auf der A7 dann, zwischen Hannover und Kassel hörte der Stau auf. Da war es dann schon irgendwas 16-17 Uhr und wir hatten noch gute 300km vor uns.

Es ist allerdings interessant, wie sich die Fahrweisen regional unterscheiden. Da oben weiter nördlich die ganze zeit, war es sehr angenehm. Jeder ist rücksichtvoll gefahren, niemand hat gedrängelt, alles war klasse. Sobald wir aber im Rhein-Main-Gebiet waren, wurde ständig gedrängelt, die Lichthupe ging mehrmals, obwohl die linke Spur frei war, es wurde rechts überholt... Einfach alles richtig chaotisch. Schlimm.

Gut, gegen 12 Uhr Nachts sind wir dann bei Frankfurt gewesen, haben erst Jonas, dann ein Ort weiter Svenja, dann Michelle, dann Laura (hier hat sich auch Gerd von uns getrennt) und dann Fabian und Robin in Neu-Isenburg abgesetzt. Mathias und ich, mit Michael noch im Auto fuhren dann endlich nach Langen. Nach der Nordumgehung trennten sich auch Mathias und unser weg; ich fuhr Michael nach Hause (ca 0:20) und um halb eins in etwa war auch ich zu Hause.

Das Auto war ein Saustall pur, innendrinn von den schlammigen Schuhen und Klammotten alles dreckig, außen von der "Rallyefahrt" alles versaut und ich hatte noch Kartoffeleintopf am rechten Außenspiegel und Seitenscheibe und Frontscheibe, weil auf Wacken wir mit unseren "Nachbarn" eine kleine Würstchenschlacht hatten, einer aus unserer Gruppe dann den Topf nahm, den Inhalt rüberfeuern wollte, aber circa die hälfte auf mein Auto verteilte ^^.

Aber es war egal, ich war zu Hause, hab ein Teil des Gepäcks mitgenommen, mich noch ein bisschen mit meinem Vater und Tina unterhalten, die an dem Abend ja auch von Kos zurück kamen und dann bin ich nur noch ins Bett gefallen. Die Autofahrt hat glatte 13 (!!!) Stunden gedauert und ich war einfach nur total fertig und ausgelaugt. Ich bin wirklich sofort eingeschlafen. Eigentlich wollte ich ja duschen, da es aber so spät war, hab ich mir das doch lieber für den nächsten Tag aufgehoben.
Das, obwohl wir auf Wacken ja nicht einmal duschen waren... :)

Am Dienstag habe ich dann das Auto von innen sauber gemacht und heute habe ich mich mit Michael und Mathias an der Waschstraße getroffen und sind da durchgefahren. Danach noch kurz zum McDonalds was essen, und jetzt sitze ich hier und schreibe seit 1.5 oder 2 Stunden an diesem Bericht :)

So, und das war's jetzt auch.

Mrhampf, Tschüss!

19:06

Achja, ein kleiner Nachtrag. Wer nicht warten möchte, bis meine Galerie die nächsten Tag online geht, und trotzdem Bilder vom Festival will, dem soll geholfen sein. Es gibt nämlich bereits einige andere Galerien im Internet.
Ein Rundflug über das W:O:A gelände
Wackenbilder aus der Bilderzentrale von Itzehoe
Von einem Fotograph auf Wacken gemachte Bilder

19:12

Oh, was ich auch noch vergas:
Auf Wacken kam leider ein Mann ums Leben. Er war Vater von vier Kindern, eines hatte an diesem Tag Geburtstag.
Der Mann war stark alkoholisiert, stolperte und viel von einer der Hügeln am Wegrand in Richtung Fahrbahn und stieß unglücklich mit einem schrittgeschwindigkeit fahrenden Krankenwagen zusammen.
Er verstarb später im Krankenhaus.

Die Festivalleitung hat ein Spendenkonto errichtet und alle aufgerufen, doch bitte zu Spenden. Die Macher selbst starteten mit einer Spende von 5000 Euro, um die Familie zu unterstützen.
Natürlich, Geld holt den Vater nicht zurück, aber besser als es tatenlos untergehen zu lassen.

01:34

Noch ein Nachtrag: Wer in etwa eine Übersicht über den gesamten Platz möchte, dem habe ich hier mal ein kleines Bild bearbeitet. Die Schrift liest sich nicht allzu gut, aber ich denke es geht.
Das Bild findet ihr hier.

Des weiteren habe ich im Internet noch eine weitere Galerie mit Wacken Bildern gefunden:
Photos von anderen Wackenbesuchern
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