February 22, 2009
Winterfire Festival 2009
Gestern, am 21.02.09, fand in Gießen in der Hessenhalle das Winterfire Festival statt.Die Karte kostete 31 Euro, es spielten 9 Bands von 14 bis 01 Uhr, da dachten sich Mathias und ich doch, das lassen wir uns nicht entgehen. Also waren wir gegen 14 Uhr dort und warteten noch auf ein paar Freunde von Mathias. Anfangs liefen wir ein wenig durch die Halle und den Metalmarkt. Ich persönlich habe nach ein paar Pullis für mich geschaut, aber es gab fast nur T-Shirts (jaja, WSV ist schon rum ;) ). Danach standen wir mit den anderen immer mal am Rand der Konzerthalle (Konzertbereich und Foyer gingen fließend ineinander über) und lauschten den Bands, während wir uns ein bisschen unterhielten.
Als gegen Mittag dann Endstille spielte, sind wir dann mal rein in die Masse um uns jene Band anzusehen. Ganz nett zum aufwärmen, aber ist halt nur Black Metal (gell, Mathias? ^^). Es folgten später Chrome Division, so rock artiger Metal, die waren schon ganz nett. Die Highlights fingen allerdings am Abend mit Ensiferum an. Die finnische Vikingmetal Band brachte schon sehr rockige, nette Sounds heraus die man nicht missen möchte. Danach folgten Unleashed, swedischer Deathmetal der ebenfalls sehr gut ins Ohr ging und spaß machte.
Während Unleashed spielten, bekamen wir gesellschaft von einem rotzbesoffenen Metalhead, der die linke Hand in den Nierenbereich haltend zu uns gewankt kam, sich dann mit der anderen Hand an einer Strebe des Pfeilers neben uns festhielt und den Rest vom Körper weggelehnt in einer komisch verrenkten Pose nur mit dem Arm noch vom Boden abhielt. Gelegentlich schaffte er es, sich vom Pfeiler zu lösen und für ein paar Sekunden in seiner geknickt Hand-in-der-Niere-haltenden Stellung stehen zu bleiben und ein paar komische Worte in Richtung Bühne zu lallen, bis er wieder völlig im Delirium am Pfeiler taumelte. Irgendwann verließ auch dieser Gefährte uns wieder.
Nachdem wir also die letzten beiden Bands sozusagen von der Seite der Meute aus betrachteten, begaben wir uns für die letzte Band und den Headliner des Abends mitten ins Getümmel: Dark Tranquillity. Wieder einmal schwedischer Herkunft, überranten uns die Melodic Death Metal Klänge von DT völlig. Eine sehr geile Show, mit sehr geilen Songs, sowohl schnell und mit ordentlich Power, als auch langsamere Balladen. DT waren definitiv die besten Performer des Abends. Sie spielten von etwa 23:20 bis 01:00.
Nachdem ich nun fast ein Jahr auf keinem Konzert/Festival mehr war (das letzte Mal einige Zeit vor der Bundeswehr), war es mehr als überfällig mal wieder eines zu besuchen und es war definitiv gut. Auch wenn ich jetzt wieder einen leichten Tinnitus habe (der sich, wie eigentlich immer, in 1-2 Tagen verabschieden wird), war es das Festival definitiv wert. Es gibt nichts besseres, als mitten in der Masse zu stehen, den fetzigen Riffs der Bands zu lauschen und um sich herum nur ein Meer von fliegenden Mähnen zu sehen. Unschlagbar.
20:25
Update:
Mathias hat sein Review des Festivals nun auch geschrieben, wer es lesen möchte, kann dies bei Metal Aschaffenburg tun.
Posted 1 year, 7 months ago on February 22, 2009
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