March 2, 2010
Fairness
02:19
Es wird mir die letzten Tage immer mehr bewusst, was für eine krasse Schieflage im Wertesystem der deutschen Politik liegt. Es wird mir immer bewusster, warum die ganzen anderen Studenten so vehement protestieren und auf die Straße gehen und mehr Unterstützung für studierende fordern. So richtig bewusst wird einem all das nur, wenn man selbst in der Situation steckt.
Unser Staat mit seinem tollen Sozialsystem unterstützt *jeden* Bürger, der keine Arbeit hat. Anfangs sehr großzügig mit monatlichen Zahlungen die sich am vorigen Gehalt ausrichten und nach einiger Zeit zu einem Pauschalsatz. Völlig in Ordnung. Wir sind ein Sozialstaat, ich finde es gut, dass unsere Bürger aufgefangen werden, wenn ihnen unverschuldet der Arbeitsplatz gestrichen wird o.ä.
Ich finde es auch gut, dass Menschen auch dauerhaft unterstützt werden, wenn sie keinen Job finden. Manchmal steckt man einfach nicht drin, bekommt keinen anderen Job, ... was auch immer.
Allerdings haben wir immer noch keine funktionierenden Mechanismen, um die schwarzen Schafe auszusortieren, bzw anders zu behandeln. Es gibt genügend - und ja, es gibt sie, ich kenne sie auch selbst und rede nicht von Theorien die man sich so erzählt - Gammler, Asoziale, faule Menschen, denen ihr Hartz IV ausreicht, die wissend dem Staat auf der Tasche liegen und die alles versuchen, um weiterhin Hartz IV beziehen zu können und nicht arbeiten zu gehen. Es wird Wohngeld bezogen, man hat also in der Beziehung keinerlei Ausgaben und die 300-400 Euro die man dann jeden Monat zusätzlich bekommt reichen ja völlig zum Leben. Was will man mehr? Auf Kosten von Vater Staat liegt man den ganzen Tag auf dem Sofa, raucht 4 Päckchen Zigaretten, trinkt 5 Dosen Bier über den Tag und lebt so Tag für Tag in den Tag hinein. Das Ganze lässt man sich schön vom Staat bezahlen... Nein, Entschuldigung, nicht vom Staat, sondern von der Gesellschaft. Von jedem einzelnen von uns. Von unseren Steuern, von dem Geld was wir erarbeiten und anteilig abgeben lassen es sich diese Menschen gut gehen. Ohne einen Finger zu krümmen.
Auf der anderen Seite haben wir junge, aufstrebende Menschen. Menschen, die eine Zukunft haben, ein Ziel verfolgen, voller Elan sind, etwas erreichen und bewirken wollen. Für sich und für die Gesellschaft. Wir Studenten sind - ich will jetzt wirklich nicht elitär klingen und nicht-studierte auch keineswegs herunterstufen! - Menschen, die Deutschland zum (mittlerweile ja leider nicht mehr) Exportweltmeister gemacht haben. Made in Germany! Das hieß mal was. Es heißt auch heute noch was. Unsere Deutschen Ingenieure, Informatiker, Betriebs- und Volkswirte unsere Ärzte und andere Wissenschaftler. Wir tragen fundamental zu dem Erfolg bei, den Deutschland auf dieser Welt genießt. Die Studenten sind bereit, nach der Schulausbildung noch einige weitere Jahre in Ausbildung zu investieren, um das Ausbildungsniveau zu erreichen um entsprechende Arbeit leisten zu können. Wir nehmen mindestens 3, meistens 7-8 Jahre Lohnausfall in Kauf, in der Hoffnung, das später wieder rein zu holen. Deutschland braucht uns und wir arbeiten dafür, wir tun etwas.
Ich sehe es an mir selbst. Um mal mit dem Mythos "die haben doch eh 2x im Jahr 2-3 Monate Semesterferien... Faules Pack!" aufzuräumen: Ich habe die letzten 3 Wochen Vollzeit damit verbracht, mit den Kommilitonen aus meiner Projektgruppe in Informatik an dem Informatikprojekt zu arbeiten. Das Projekt fließt mit in die Endnote ein. Drei Wochen Vollzeit haben wir daran gearbeitet, uns angestrengt und die Köpfe zermartert, wie so einiges umzusetzen ist. Natürlich konnten wir überwiegend von zu Hause aus arbeiten - gearbeitet werden musste trotzdem. Dazu kamen noch ein paar Meetings in Darmstadt an der Uni, um weitere Vorgehen und Probleme zu besprechen.
Seit 2 Tagen habe ich mein Kontingent für das Informatikprojekt erbracht und weitgehend alles fertiggestellt. Seitdem lerne ich für die nächsten zwei Klausuren am 10. und 11. März (merke: Wir haben im Februar auch bereits 2 Klausuren geschrieben, für die meine Zeit vor dem Projekt drauf ging). Seit 2 Tagen lerne ich also für zwei ziemlich heftige Fächer, Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre und Mathematik. Ich habe Sonntag 6 Stunden hinter den Büchern gehangen und gestern auch wieder. Ich lerne auch Abends, bis 22-24 Uhr und gehe anschließend ins Bett. Am nächsten Tag raus, kurz schauen was es im Netz so neues gibt, eine Stunde Sport machen und wieder hinter die Bücher. So ähnlich wird es bis ende März gehen (letzte Klausur am 29.03.) und ja, in der Tat - die Vorlesungen beginnen erst am 12. April. Das heißt ich habe knapp 2 Wochen "Semesterferien", in denen ich nichts tun muss. Juhu.
Halt, nein... Da kommt ja wieder der Anfang dieses Textes ins Spiel. Wir unterstützen ja jeden arbeitsunwilligen Arbeitslosen, aber nicht unsere Studenten. Deutschland bietet ja perfekte finanzielle Unterstützung für studierende: BAföG!
Schön wäre es.
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Unser Staat mit seinem tollen Sozialsystem unterstützt *jeden* Bürger, der keine Arbeit hat. Anfangs sehr großzügig mit monatlichen Zahlungen die sich am vorigen Gehalt ausrichten und nach einiger Zeit zu einem Pauschalsatz. Völlig in Ordnung. Wir sind ein Sozialstaat, ich finde es gut, dass unsere Bürger aufgefangen werden, wenn ihnen unverschuldet der Arbeitsplatz gestrichen wird o.ä.
Ich finde es auch gut, dass Menschen auch dauerhaft unterstützt werden, wenn sie keinen Job finden. Manchmal steckt man einfach nicht drin, bekommt keinen anderen Job, ... was auch immer.
Allerdings haben wir immer noch keine funktionierenden Mechanismen, um die schwarzen Schafe auszusortieren, bzw anders zu behandeln. Es gibt genügend - und ja, es gibt sie, ich kenne sie auch selbst und rede nicht von Theorien die man sich so erzählt - Gammler, Asoziale, faule Menschen, denen ihr Hartz IV ausreicht, die wissend dem Staat auf der Tasche liegen und die alles versuchen, um weiterhin Hartz IV beziehen zu können und nicht arbeiten zu gehen. Es wird Wohngeld bezogen, man hat also in der Beziehung keinerlei Ausgaben und die 300-400 Euro die man dann jeden Monat zusätzlich bekommt reichen ja völlig zum Leben. Was will man mehr? Auf Kosten von Vater Staat liegt man den ganzen Tag auf dem Sofa, raucht 4 Päckchen Zigaretten, trinkt 5 Dosen Bier über den Tag und lebt so Tag für Tag in den Tag hinein. Das Ganze lässt man sich schön vom Staat bezahlen... Nein, Entschuldigung, nicht vom Staat, sondern von der Gesellschaft. Von jedem einzelnen von uns. Von unseren Steuern, von dem Geld was wir erarbeiten und anteilig abgeben lassen es sich diese Menschen gut gehen. Ohne einen Finger zu krümmen.
Auf der anderen Seite haben wir junge, aufstrebende Menschen. Menschen, die eine Zukunft haben, ein Ziel verfolgen, voller Elan sind, etwas erreichen und bewirken wollen. Für sich und für die Gesellschaft. Wir Studenten sind - ich will jetzt wirklich nicht elitär klingen und nicht-studierte auch keineswegs herunterstufen! - Menschen, die Deutschland zum (mittlerweile ja leider nicht mehr) Exportweltmeister gemacht haben. Made in Germany! Das hieß mal was. Es heißt auch heute noch was. Unsere Deutschen Ingenieure, Informatiker, Betriebs- und Volkswirte unsere Ärzte und andere Wissenschaftler. Wir tragen fundamental zu dem Erfolg bei, den Deutschland auf dieser Welt genießt. Die Studenten sind bereit, nach der Schulausbildung noch einige weitere Jahre in Ausbildung zu investieren, um das Ausbildungsniveau zu erreichen um entsprechende Arbeit leisten zu können. Wir nehmen mindestens 3, meistens 7-8 Jahre Lohnausfall in Kauf, in der Hoffnung, das später wieder rein zu holen. Deutschland braucht uns und wir arbeiten dafür, wir tun etwas.
Ich sehe es an mir selbst. Um mal mit dem Mythos "die haben doch eh 2x im Jahr 2-3 Monate Semesterferien... Faules Pack!" aufzuräumen: Ich habe die letzten 3 Wochen Vollzeit damit verbracht, mit den Kommilitonen aus meiner Projektgruppe in Informatik an dem Informatikprojekt zu arbeiten. Das Projekt fließt mit in die Endnote ein. Drei Wochen Vollzeit haben wir daran gearbeitet, uns angestrengt und die Köpfe zermartert, wie so einiges umzusetzen ist. Natürlich konnten wir überwiegend von zu Hause aus arbeiten - gearbeitet werden musste trotzdem. Dazu kamen noch ein paar Meetings in Darmstadt an der Uni, um weitere Vorgehen und Probleme zu besprechen.
Seit 2 Tagen habe ich mein Kontingent für das Informatikprojekt erbracht und weitgehend alles fertiggestellt. Seitdem lerne ich für die nächsten zwei Klausuren am 10. und 11. März (merke: Wir haben im Februar auch bereits 2 Klausuren geschrieben, für die meine Zeit vor dem Projekt drauf ging). Seit 2 Tagen lerne ich also für zwei ziemlich heftige Fächer, Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre und Mathematik. Ich habe Sonntag 6 Stunden hinter den Büchern gehangen und gestern auch wieder. Ich lerne auch Abends, bis 22-24 Uhr und gehe anschließend ins Bett. Am nächsten Tag raus, kurz schauen was es im Netz so neues gibt, eine Stunde Sport machen und wieder hinter die Bücher. So ähnlich wird es bis ende März gehen (letzte Klausur am 29.03.) und ja, in der Tat - die Vorlesungen beginnen erst am 12. April. Das heißt ich habe knapp 2 Wochen "Semesterferien", in denen ich nichts tun muss. Juhu.
Halt, nein... Da kommt ja wieder der Anfang dieses Textes ins Spiel. Wir unterstützen ja jeden arbeitsunwilligen Arbeitslosen, aber nicht unsere Studenten. Deutschland bietet ja perfekte finanzielle Unterstützung für studierende: BAföG!
Schön wäre es.
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January 21, 2010
Privatsphäre? Fehlanzeige.
22:48
Wie Slashdot berichtet, hat ein Mitarbeiter des Onlineportals Facebook ein Interview über die Interna von Facebook gegeben und beleuchtet, was hinter den Kulissen so passiert. So gab es für die Mitarbeiter z.B. ein "Masterpasswort", mit dem man sich in jedes beliebige Facebook Profil einloggen konnte. Dieses Passwort war "Chuck Norris". Sehr sicher. Abgesehen davon, war es den Mitarbeitern wohl auch so, über eingebaute Mechanismen, möglich sich einfach in ein beliebiges Profil einzuloggen. Zwar müssen Mitarbeiter wirklich fundierte Gründe innerhalb der Firma anbringen, wenn sie so etwas taten, aber laut dem Mitarbeiter gab es mehr als nur einen Kollegen, der "unautorisiert" in den Tiefen von fremden Profilen rum geschnuppert hat.
Des Weiteren speichert Facebook *jede* Handlung die ein Benutzer im Portal ausführt. Ändert man also irgendwelche persönlichen Daten, Bilder, oder ähnliches, wird zwar das neue Resultat davon den anderen Benutzern angezeigt, aber intern sind sämtliche alten Einträge und Änderungen noch in der Datenbank gespeichert und können abgerufen werden. Zum Beispiel von Mitarbeitern, ggf. anderen Firmen (das wäre dann allerdings illegal und ein ziemlich mieser Zug von Facebook), oder auch von der Staatsmacht.
Diese Infos geben - zumindest mir - genug Grund zur Sorge, wie gut die persönlichen Daten wirklich in diesen Sozialen Netzwerke Portalen aufgehoben sind. Ich denke ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass die Situation bei den Deutschen Pendanten wie StudiVZ, MeinVZ, wer-kennt-wen, usw sehr ähnlich ist. Ich habe bereits vor einiger Zeit die über mich verfügbaren Informationen in diesen Seiten stark auf ein Minimum gekürzt. Beunruhigend ist natürlich, dass alle alten Informationen nach wie vor intern gespeichert sind.
Übrigens ist dies alles auch ein Grund, warum ich hier in diesem Blog nicht mehr viel schreibe. Der Sicherheitsfaktor wird mir so langsam doch etwas zu unsicher, wenn ich hier so über mich und mein Leben schreibe. Anfangs dachte ich mir noch, es ist mir egal, ich bin so wie ich bin und wer ein Problem damit hat, hat Pech. Nun ja, potentielle Arbeitgeber interessieren sich aber nur für die negativen Dinge im Leben und besonders in meiner Branche kann ich davon ausgehen, dass online Präsenzen überprüft werden. Und vieles wird oft auch aus dem Kontext gerissen... Von daher werde ich mich im Netz zukünftig doch etwas bedeckter halten. Was aus dieser Seite hier wird, weiß ich noch nicht sicher. Eine Option wäre, das Blog in ein rein technisches Blog umzuwandeln, wo ich über Dinge aus der Welt der IT schreibe, eher im journalistischen Stil, was nichts mehr mit mir privat zu tun hat. Oder ich nehme die Seite einfach offline, oder ich lasse sie einschlafen, oder ich überlege mir ganz was anderes. Ich weiß es noch nicht, mal schauen.
Des Weiteren speichert Facebook *jede* Handlung die ein Benutzer im Portal ausführt. Ändert man also irgendwelche persönlichen Daten, Bilder, oder ähnliches, wird zwar das neue Resultat davon den anderen Benutzern angezeigt, aber intern sind sämtliche alten Einträge und Änderungen noch in der Datenbank gespeichert und können abgerufen werden. Zum Beispiel von Mitarbeitern, ggf. anderen Firmen (das wäre dann allerdings illegal und ein ziemlich mieser Zug von Facebook), oder auch von der Staatsmacht.
Diese Infos geben - zumindest mir - genug Grund zur Sorge, wie gut die persönlichen Daten wirklich in diesen Sozialen Netzwerke Portalen aufgehoben sind. Ich denke ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass die Situation bei den Deutschen Pendanten wie StudiVZ, MeinVZ, wer-kennt-wen, usw sehr ähnlich ist. Ich habe bereits vor einiger Zeit die über mich verfügbaren Informationen in diesen Seiten stark auf ein Minimum gekürzt. Beunruhigend ist natürlich, dass alle alten Informationen nach wie vor intern gespeichert sind.
Übrigens ist dies alles auch ein Grund, warum ich hier in diesem Blog nicht mehr viel schreibe. Der Sicherheitsfaktor wird mir so langsam doch etwas zu unsicher, wenn ich hier so über mich und mein Leben schreibe. Anfangs dachte ich mir noch, es ist mir egal, ich bin so wie ich bin und wer ein Problem damit hat, hat Pech. Nun ja, potentielle Arbeitgeber interessieren sich aber nur für die negativen Dinge im Leben und besonders in meiner Branche kann ich davon ausgehen, dass online Präsenzen überprüft werden. Und vieles wird oft auch aus dem Kontext gerissen... Von daher werde ich mich im Netz zukünftig doch etwas bedeckter halten. Was aus dieser Seite hier wird, weiß ich noch nicht sicher. Eine Option wäre, das Blog in ein rein technisches Blog umzuwandeln, wo ich über Dinge aus der Welt der IT schreibe, eher im journalistischen Stil, was nichts mehr mit mir privat zu tun hat. Oder ich nehme die Seite einfach offline, oder ich lasse sie einschlafen, oder ich überlege mir ganz was anderes. Ich weiß es noch nicht, mal schauen.
November 7, 2009
KDE Gründer bekommt Bundesverdienstkreuz
14:06
Der Gründer des KDE Projektes, eine Desktopumgebung für Linux basierte Computer (KDE läuft auch unter anderen Systemen, der Einsatzfokus liegt aber auf Linux), bekam gestern Nachmittag das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Dieser Zug hat mich schon ziemlich überrascht. Matthias Ettrich zählt noch nicht gerade zu der Altersklasse, die im Regelfall das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. Hinzu kommt, dass Linux noch ein Schattendasein hat, der Linux Desktop umso mehr und dann konkret KDE... Das kennt doch kaum einer, außer die Leute aus der "Szene". Ich bin beeindruckt (dem Artikel nach war Matthias Ettrich das wohl auch, er dachte erst die E-Mail mit der entsprechenden Info sei Spam), aber finde es eine top Sache, dass die entsprechenden Entscheidungsträger der Bundesregierung auch in solche Gefilde eindringen und für allgemeinnützige opensource Programmier- und Organisationsarbeit das Bundesverdienstkreuz verleihen.
Glückwunsch an Matthias Ettrich! :)
Dieser Zug hat mich schon ziemlich überrascht. Matthias Ettrich zählt noch nicht gerade zu der Altersklasse, die im Regelfall das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. Hinzu kommt, dass Linux noch ein Schattendasein hat, der Linux Desktop umso mehr und dann konkret KDE... Das kennt doch kaum einer, außer die Leute aus der "Szene". Ich bin beeindruckt (dem Artikel nach war Matthias Ettrich das wohl auch, er dachte erst die E-Mail mit der entsprechenden Info sei Spam), aber finde es eine top Sache, dass die entsprechenden Entscheidungsträger der Bundesregierung auch in solche Gefilde eindringen und für allgemeinnützige opensource Programmier- und Organisationsarbeit das Bundesverdienstkreuz verleihen.
Glückwunsch an Matthias Ettrich! :)
September 25, 2009
Sekundärgeschäft
10:24
Ich bin ja echt zufrieden mit meinem Dell Laptop, ist ein klasse Teil, nur leider hat es vor ein paar Wochen meinen Akku zerlegt. Also, das war ein längerer Prozess, die Akkulaufzeit ging von ursprünglich 2-2,5h ziemlich schnell runter auf 1h, dann 20 Minuten, 5 Minuten, zuletzt hielt es nur noch bis kurz nach dem Anmelden (obwohl der Akku jedes mal voll geladen war) und dann hat powerdevil (der Dienst unter KDE, der den Akkustatus überwacht) immer mal angezeigt, dass gar kein Akku im Laptop sei - obwohl einer drin ist. Letzteres ist nun der Dauerzustand und der Akku gibt gar nichts mehr her.
Da ich aber schon die Möglichkeit haben will, auch ohne Strom mal am Laptop was machen zu können, oder auch nur um innerhalb von Räumen mal die Position zu wechseln, ohne ihn runter fahren zu müssen, habe mich mir als Konsequenz daraus bei Dell einen neuen Akku bestellt. Mir ist ja die Kinnlade runtergeklappt, als ich gesehen habe, was die für so einen schäbigen 6-Zellen Akku haben möchten. Das ist ja Wucher seinesgleichen, die finanzieren sich quasi durch den Verkauf von Akkus. 132,- Euro hat der inkl. Versand gekostet. Echt heftig. Also Leute, geht immer gut mit euren Akkus um und entladet sie niemals tief, so wie ich es getan habe. Spart euch lieber die letzten 15-20 Minuten Akkulaufzeit und schaltet bei 20-30% Akkukapazität ab. Sonst könnt ihr ein halbes Vermögen für einen neuen berappen.
Klar, es gibt auf eBay noch die Angebote aus China, irgendwelche Akkus die den Dell Akkus nachgebaut wurden und nur so um die 30-50 Euro (plus Porto aus Asien) kosten. Aber das sind so pfusch Dinger, da weiß man nie, wann einem das Teil im Schoß explodiert.
Da ich aber schon die Möglichkeit haben will, auch ohne Strom mal am Laptop was machen zu können, oder auch nur um innerhalb von Räumen mal die Position zu wechseln, ohne ihn runter fahren zu müssen, habe mich mir als Konsequenz daraus bei Dell einen neuen Akku bestellt. Mir ist ja die Kinnlade runtergeklappt, als ich gesehen habe, was die für so einen schäbigen 6-Zellen Akku haben möchten. Das ist ja Wucher seinesgleichen, die finanzieren sich quasi durch den Verkauf von Akkus. 132,- Euro hat der inkl. Versand gekostet. Echt heftig. Also Leute, geht immer gut mit euren Akkus um und entladet sie niemals tief, so wie ich es getan habe. Spart euch lieber die letzten 15-20 Minuten Akkulaufzeit und schaltet bei 20-30% Akkukapazität ab. Sonst könnt ihr ein halbes Vermögen für einen neuen berappen.
Klar, es gibt auf eBay noch die Angebote aus China, irgendwelche Akkus die den Dell Akkus nachgebaut wurden und nur so um die 30-50 Euro (plus Porto aus Asien) kosten. Aber das sind so pfusch Dinger, da weiß man nie, wann einem das Teil im Schoß explodiert.
September 12, 2009
Tag der Programmierer
23:43
Russlands Präsident, Medvedev, hat für das Land einen neuen Feiertag eingeführt: Der Tag der Programmierer.
Der Tag der Programmierer findet nun immer am 256. Tag jedes Jahres statt, also am 13. September und im Schaltjahr am 12. September. Der 256. Tag im Jahr ist schon seit geraumer Zeit "inoffiziell" Weltweit der insgeheime Feiertag für die Programmierergemeinde. Es ist zumindest "ihr" (oder auch "unser" (:) Tag. Frei gibt's ja leider nicht, außer jetzt in Russland. Warum am 256. Tag im Jahr? Nun ja, die 256 hat diverse Bedeutungen im Umgang mit Computern und Programmierung. Es ist außerdem der höchste Wert der 2er Potenz mit einem Wert kleiner als 365 (Anzahl Tage im Jahr).
Russland hat's drauf :).
Der Tag der Programmierer findet nun immer am 256. Tag jedes Jahres statt, also am 13. September und im Schaltjahr am 12. September. Der 256. Tag im Jahr ist schon seit geraumer Zeit "inoffiziell" Weltweit der insgeheime Feiertag für die Programmierergemeinde. Es ist zumindest "ihr" (oder auch "unser" (:) Tag. Frei gibt's ja leider nicht, außer jetzt in Russland. Warum am 256. Tag im Jahr? Nun ja, die 256 hat diverse Bedeutungen im Umgang mit Computern und Programmierung. Es ist außerdem der höchste Wert der 2er Potenz mit einem Wert kleiner als 365 (Anzahl Tage im Jahr).
Russland hat's drauf :).
August 28, 2009
Aus is
09:11
So schnell kann es gehen. Ich weiß noch genau, wie ich vor 14 Monaten in Dillingen a.D. in der Bundeswehrkaserne stand, mit meinem ganzen Gepäck, bei 35°C im Schatten und darauf wartete, dass meine Personalien aufgenommen, ich also "Eingeschleust" werde. Als der Feldwebel uns barsch anmeckerte "Richten Sie sich entlang der Fuge direkt vor mir aus!", dachte ich mir damals noch "Ähm, hat der 'nen Knall? An einer Fuge ausrichten? Freak." Die folgenden 3 Monate sollte ich noch viel mehr als nur das Ausrichten an Fugen lernen...
Ja, die Bundeswehr. Es war eine schöne Zeit. Die 3 Monate Allgemeine Grundausbildung waren zwar sehr hart - physisch und psychisch - aber es war geil. Es hat einen riesen Spaß gemacht, man lernte so viele militärische Dinge, man lernte wahre Kameradschaft kennen, man bekam wirklich seine Grenzen gezeigt, wie man sie sonst im normalen Leben eigentlich nie gezeigt bekommt (egal wie fertig man ist, man kann sich noch weiter pushen).
Die folgenden 11 Monate waren ebenfalls sehr genial. Nach dem abgeschlossenen Abitur hatte ich die Schnauze bis oben hin voll, nach 14 Jahren Lernen, Lernen und nochmals Lernen. Ich brauchte eine Auszeit von Schule, Pauken und Klausuren. Der Bund war dafür genau die richtige Pause. Ich war in einem regulären Arbeitsverhältnis, erledigte Büroarbeit wie in vielen anderen Berufen auch, arbeitete während der Zeit mit vielen sehr netten und interessanten Menschen zusammen. Man lernte jede Art Mensch kennen; von arm bis reich, von - na ja - blöd bis intelligent, von schlampig bis perfekt, von Ost bis West und von Nord bis Süd. Mein Menschenbild hat sich extrem erweitert und wurde vervollständigt. Die Arbeit war überwiegend "entspannt", mit gelegentlich stressigen Momenten - darf ja auch nicht fehlen. Zwischendurch immer mal eine Übung oder Ausbildung. Raus aus dem Büroalltag, rein ins Grüne, "Krieg spielen". Die Bundeswehr brachte mir die erhoffte Entspannung von der Schule, brachte mir persönlich, charakterlich sehr viel und es machte mir einfach Spaß.
Es war für mich persönlich schon ein denkwürdiger Moment, als ich am vorvorletzten Tag im Büro saß und mit meinem Bw-Taschenmesser das Bataillonsabzeichen von meinem rechten Oberarm an der Feldbluse wieder abtrennte. Ein noch klarer Schnitt war dann die Abgabe der gesamten Ausrüstung. Spätestens dann war einem klar: Das war's.
Die letzten zwei Tage bin ich hier nun in Zivil rumgesprungen. Ungleich vieler anderer Entlasser habe ich weiterhin meinen Dienst so wie die ganzen Monate vorher auch getan. Nicht umsonst habe ich meinen Wehrdienst freiwillig um 5, auf insgesamt 14 Monate erweitert. Ich diente gerne Deutschland, es machte mir Spaß, ich entschied mich länger zu bleiben. Daher kann ich es nicht nachvollziehen, wenn die Entlasser in der letzten Woche sich immer benehmen wie die Vollidioten. Nur noch Saufen, Randale machen, rumgröhlen und Scheisse bauen. Das Beste ist dann immer, wenn da sogar noch die freiwillig verlängerten dabei sind. Warum verlängert ihr, wenn euch das alles ankotzt und ihr kaum erwarten könnt, auszuscheiden? Besonders, da ihr binnen 4 Wochen eine Verlängerung jederzeit wieder auf die aktuelle Dienstzeit kürzen könnt. Bei den normalen Grundwehrdienstleistenden kann ich es ja vielleicht noch verstehen, aber selbst da mangelte es dann wohl an Selbstinitiative, um sich wirklich mal zu informieren, wo man denn da hinkommt, bei der Bundeswehr. Man hätte ja auch Zivildienst machen können...
Dennoch. Ich war gerne Soldat, wäre es auch gerne weiterhin (bin es aber aufgrund einiger Punkte nicht, die Bundeswehr ist halt in meinen Augen auch nicht 100% eine runde Sache) und ich werde die Bundeswehr und ganz besonders die 4. Kompanie des Feldjägerbataillons 452 vermissen. Kameraden, es war klasse mit euch!
Horrido!
Ja, die Bundeswehr. Es war eine schöne Zeit. Die 3 Monate Allgemeine Grundausbildung waren zwar sehr hart - physisch und psychisch - aber es war geil. Es hat einen riesen Spaß gemacht, man lernte so viele militärische Dinge, man lernte wahre Kameradschaft kennen, man bekam wirklich seine Grenzen gezeigt, wie man sie sonst im normalen Leben eigentlich nie gezeigt bekommt (egal wie fertig man ist, man kann sich noch weiter pushen).
Die folgenden 11 Monate waren ebenfalls sehr genial. Nach dem abgeschlossenen Abitur hatte ich die Schnauze bis oben hin voll, nach 14 Jahren Lernen, Lernen und nochmals Lernen. Ich brauchte eine Auszeit von Schule, Pauken und Klausuren. Der Bund war dafür genau die richtige Pause. Ich war in einem regulären Arbeitsverhältnis, erledigte Büroarbeit wie in vielen anderen Berufen auch, arbeitete während der Zeit mit vielen sehr netten und interessanten Menschen zusammen. Man lernte jede Art Mensch kennen; von arm bis reich, von - na ja - blöd bis intelligent, von schlampig bis perfekt, von Ost bis West und von Nord bis Süd. Mein Menschenbild hat sich extrem erweitert und wurde vervollständigt. Die Arbeit war überwiegend "entspannt", mit gelegentlich stressigen Momenten - darf ja auch nicht fehlen. Zwischendurch immer mal eine Übung oder Ausbildung. Raus aus dem Büroalltag, rein ins Grüne, "Krieg spielen". Die Bundeswehr brachte mir die erhoffte Entspannung von der Schule, brachte mir persönlich, charakterlich sehr viel und es machte mir einfach Spaß.
Es war für mich persönlich schon ein denkwürdiger Moment, als ich am vorvorletzten Tag im Büro saß und mit meinem Bw-Taschenmesser das Bataillonsabzeichen von meinem rechten Oberarm an der Feldbluse wieder abtrennte. Ein noch klarer Schnitt war dann die Abgabe der gesamten Ausrüstung. Spätestens dann war einem klar: Das war's.
Die letzten zwei Tage bin ich hier nun in Zivil rumgesprungen. Ungleich vieler anderer Entlasser habe ich weiterhin meinen Dienst so wie die ganzen Monate vorher auch getan. Nicht umsonst habe ich meinen Wehrdienst freiwillig um 5, auf insgesamt 14 Monate erweitert. Ich diente gerne Deutschland, es machte mir Spaß, ich entschied mich länger zu bleiben. Daher kann ich es nicht nachvollziehen, wenn die Entlasser in der letzten Woche sich immer benehmen wie die Vollidioten. Nur noch Saufen, Randale machen, rumgröhlen und Scheisse bauen. Das Beste ist dann immer, wenn da sogar noch die freiwillig verlängerten dabei sind. Warum verlängert ihr, wenn euch das alles ankotzt und ihr kaum erwarten könnt, auszuscheiden? Besonders, da ihr binnen 4 Wochen eine Verlängerung jederzeit wieder auf die aktuelle Dienstzeit kürzen könnt. Bei den normalen Grundwehrdienstleistenden kann ich es ja vielleicht noch verstehen, aber selbst da mangelte es dann wohl an Selbstinitiative, um sich wirklich mal zu informieren, wo man denn da hinkommt, bei der Bundeswehr. Man hätte ja auch Zivildienst machen können...
Dennoch. Ich war gerne Soldat, wäre es auch gerne weiterhin (bin es aber aufgrund einiger Punkte nicht, die Bundeswehr ist halt in meinen Augen auch nicht 100% eine runde Sache) und ich werde die Bundeswehr und ganz besonders die 4. Kompanie des Feldjägerbataillons 452 vermissen. Kameraden, es war klasse mit euch!
Horrido!
July 19, 2009
Dein Name auf dem Mars
21:09
Die NASA bietet nun jedem die Möglichkeit seinen Namen zum Mars zu schicken. Eingesendete Namen werden auf einem Mikrochip gespeichert, der im neuen Mars Rover verbaut wird, der 2011 zum Mars geschickt wird.
Also, wer Geschichte schreiben will... Los geht's! ;)
Also, wer Geschichte schreiben will... Los geht's! ;)
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